Sportler laufen und lachen gemeinsam

Über 1200 Teilnehmer bei Inklusionslauf

Menschen mit und ohne Beeinträchtigung genossen gestern einen sonnig-aktiven Vormittag in Friesoythe. Ob leistungsbezogen oder entspannt: Dabei sein war alles.


Und los geht‘s: Motiviert starteten die Läufer auf der Thüler Straße. Foto: cl

Oberstufenschüler des Friesoyther AMG lieferten sich auf den letzten Metern noch ein Battle mit ihren Lehrern. Zehn Kilometer waren geschafft und zumindest manch Pädagoge griff gleich zu zwei Bechern Wasser, bevor die Bratwurst folgte. In den Startlöchern Realschülerinnen mit bunten Luftballon-Kreationen als Kopfbedeckung. Auch die Rollstuhlfahrer des Caritas-Vereins freuten sich auf ihre 2,5 Kilometer lange Tour, während die Bambinis das Finale auf 500 Metern bestritten.

Auch MinisGut gelaunt: die Rollstuhlfaher mit ihren Betreuern. Foto: cl Auch Minis machen mit: Kleine Läufer des Don-Bosco-Kindergartens. Foto: cl

„Das ist wirklich ein richtig schöner Tag“, fasste Studiendirektor Heiner Bahlmann den Inklusionslauf der Berufsbildenden Schulen (BBS) Friesoythe zusammen, der als Organisator gestern Morgen den Überblick behielt. 1200 Teilnehmer aus dem gesamten Kreisgebiet waren zur sechsten Veranstaltung angemeldet. „Es sind viel mehr geworden“, verweist der BBS-Pädagoge auf zahlreiche Nachmeldungen. Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen genossen gemeinsam einen sonnigen Vormittag, machten sich auf den Weg und ließen sich von ihren Fans anfeuern.

Kreativ: Schülerinnen der Friesoyther Realschule. Foto: cl

„Ein großer Dank an alle Kollegen der Kitas, Schulen und Einrichtungen, dass sie für eine so starke Präsenz sorgen und zum Mitmachen motivieren“, unterstreicht Bahlmann, der bei der Organisation maßgeblich auf die Unterstützung der Klasse 12 II der Fachoberschule Wirtschaft zählen kann. Lobende Worte auch für die Schützengilde, auf deren Appellplatz die Veranstaltung stattfinden konnte, und darüber hinaus auch für den benachbarten SV Hansa sowie den Leiter des Aquaferrums, das die Türen öffnete und die sanitären Anlagen zur Verfügung stellte. Schulsanitäter standen dem DRK Friesoythe zur Seite, die Garreler Johanniter hatten eine Hüpfburg aufgebaut. Darüber hinaus gab es Kinderschminken, einen Tattoo-Stand, eine Spielecke und natürlich kühle Getränke und kleine Köstlichkeiten.Technisch hoch professionell wurden die Zeiten gemessen, jede Startnummer war mit einem Transponder versehen und jeder Lauf wurde exakt gestoppt. Streckenposten und Fahrradkontrolleure waren eingesetzt und garantierten reibungslose Abläufe. Wie berichtet, gehen die im Vorfeld gesammelten Spenden an Einrichtungen im Landkreis, die von den Schülern ausgewählt wurden.

Der Friesoyther Inklusionslauf hat sich mittlerweile zur bundesweit größten Veranstaltung dieser Art entwickelt.

(Quelle: MT 07.06.2019)