Friesoyther Inklusionslauf

Sportliche Leistung ist hier Nebensache

Beim 6. Friesoyther Inklusionslauf gingen 1200 Teilnehmer an den Start. Die sportliche Motivation war überall zu spüren, besonders bei den Teilnehmern des Rollilaufs und des Bambinilaufs. Auf dem Appellplatz gab es während der Veranstaltung verschiedene Spiele für die Kleinen sowie heiße und kalte Getränke und viel zu Essen. Am Ende war es ein voller Erfolg. Bild: Soeke Heykes

In Friesoythe zeigten unzählige Sportbegeisterte großen Einsatz. Sie brachten ein wichtiges Thema wieder stärker in die Öffentlichkeit.

Sie rannten, walkten, rollten und kurz vor dem Ziel gaben sie noch einmal alles: Am Freitag war auf dem Appellplatz der sportliche Geist beim 6. Friesoyther Inklusionslauf, organisiert von den BBS, wieder überall zu spüren. Dabei spielte es keine Rolle, ob man groß oder klein, jung oder alt ist, oder eine körperliche oder geistige Beeinträchtigung hat. „Dabei sein ist alles“, war wie immer das Motto der Veranstaltung.

„Ich freu mich, dass es wieder klappt“, sagte Landrat Johann Wimberg, Schirmherr des Laufs. „Es ist ein ganz imposantes Bild. So viele Beteiligte aus unterschiedlichen Schulen sind dabei, um den Inklusionslauf mit Leben zu füllen.“ Dabei spricht der Landrat von einer jungen Tradition, die auf große Resonanz stößt. In diesem Jahr waren es 1200 Teilnehmer.

Für Wimberg ist der Friesoyther Inklusionslauf ein gutes Beispiel, wie Schüler von unterschiedlichen Schulen sich gemeinsam engagieren, um ein Ziel voranzubringen. Der Lauf bringt dabei das Thema Inklusion wieder ein Stück weit in die Öffentlichkeit, „und das nicht in einer verkrampften sondern engagierten, sportlichen Art und Weise, die sehr sympathisch rüberkommt“.

Für die Schulleiterin der BBS Friesoythe, Marlies Bornhorst-Paul, war es ebenfalls ein erfreulicher Anblick, dass so viele junge sportbegeisterte Menschen an dem Lauf teilnehmen. Sie hob noch einmal die Bedeutung der Veranstaltung hervor: „Inklusionslauf bedeutet, dass jeder bewegungsbegeisterter Mensch dabei sein kann. Und wenn alle Menschen überall dabei sein können, ist das die schönste Form der Inklusion die es geben kann. Ich hoffe, dass sie die Inklusion auch täglich vorbildlich leben.“

Ein großer Dank ging, neben Heiner Bahlmann und seine Schüler aus der Fachoberschule, die an allen Ecken und Enden mit anpackten, an Chris Bruns. „Ich habe vorgestern Abend mitbekommen, dass unser DJ sich abgemeldet hat, wegen eines Bandscheibenvorfalls.“ Kurzfristig hat sich dann Bruns dazu bereiterklärt, auszuhelfen.

Als alle Worte gesprochen waren, ging es auch direkt los. Zuerst starteten die Läufer des Zehn-Kilometer-Laufs, danach alle anderen. Besonders die Teilnehmer des Rolli-Laufs und die Kindergartenkinder, die beim Bambinilauf dabei waren, zeigten großen Einsatz und Freude.
Für alle, die sportlichen Einsatz zeigten und auch die, die dort waren, um sie anzufeuern, gab es zudem eine große Auswahl an Essen und Trinken sowie Spiele. Vor allem die Hüpfburg sorgte bei den ganz kleinen Sportlern für Begeisterung.

Da kam direkt ein zusätzlicher Energieschub auf, damit auch ordentlich gehüpft werden konnte.

(Quelle: NWZ 07.06.2019)