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Mit vielen Erfahrungen kehrten die Friesoyther Schüler nach Hause zurück.

Gerade der Besuch in Auschwitz bewegte die Jugendlichen sehr.

Friesoythe Eine Reise, die Eindruck gemacht hat: 75 Schülerinnen und Schüler der Fachoberschulen des 12. Jahrgangs der BBS Friesoythe haben eine Studienfahrt nach Krakau in Polen unternommen. Begleitet wurden sie von den Lehrern Heiner Bahlmann, der die Studienfahrt organisiert hatte, Jutta Göken und Ralf Stammermann. Nach einer Busfahrt quer durch Deutschland und Polen erreichte die Gruppe die wunderschöne Stadt Krakau.

Auf Spurensuche in der polnischen Metropole: In der Nähe von Krakau besichtigten die Schüler der BBS Friesoythe unter anderem die Gedenkstätte am ehemalige Konzentrationslager Auschwitz/Birkenau.
Bild: Ralf Stammermann

Am ersten Tag stand eine Stadtführung auf dem Programm. Bei Sonnenschein und Sommertemperaturen hatten die Stadtviertel einen besonderen Charme. Besichtigt wurde insbesondere das Jüdische Viertel, das auch Steven Spielberg für seinen Film „Schindlers Liste“ als Originalschauplatz nutzte. Den Spielfilm hatten die Klassen sich zur Vorbereitung auf die Studienfahrt im Unterricht angesehen. Allen wurde klar, dass der größte Marktplatz Europas, die schönen Gebäude und Kirchen, die Burg und die tolle Atmosphäre der Stadt diesen Ort für Besucher sehr attraktiv macht. Später hatten die Schüler die Möglichkeit, auf eigene Faust die Stadt Krakau zu erkunden.

Am zweiten Tag besuchten die Schüler das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz/Birkenau, das ganz in der Nähe von Krakau liegt. Zu diesem Zeitpunkt war vielen noch nicht klar, dass der Besuch eine bleibende Wirkung haben sollte. „Von Abscheu und Fassungslosigkeit über Scham und Erschrecken bis zu Trauer und Nachdenklichkeit, waren alle erdenklichen Reaktionen dabei“, sagt Lehrer Ralf Stammermann. Nach der Besichtigung waren sich jedoch alle einig: Der Besuch dieses Konzentrationslagers ist eine wichtige Erfahrung im Leben, um Geschichte zu begreifen und vor allem, dass so etwas nie wieder passieren darf.

Einige Schüler haben daraufhin an der Veranstaltung der Katholischen Akademie in Stapelfeld teilgenommen, in der zwei Zeitzeugen von ihren Erfahrung berichtet haben. Autor Alwin Meyer, der über Jahrzehnte hinweg Zeitzeugen interviewte, stellte dort sein Buch „Vergiss deinen Namen nicht“ vor.

Ein Besuch des Salzbergwerks Wieliczka stand am dritten Tag auf dem Programm. Das Bergwerk gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Unter Tage wurde den Schülern sehr eindrucksvoll aufgezeigt, wie Salz früher abgebaut wurde und welche wirtschaftliche Bedeutung dieses Bergwerk für Polen und die Region um Krakau hatte. Besonders interessant war die unterirdische Kathedrale, die Bergleute in das Salzgestein eingearbeitet hatten und die heute noch für Hochzeiten gebucht werden kann.

Die gemeinsame Floßfahrt am letzten Tag in Dunajec an der tschechischen Grenze begeisterte viele Schüler. Die Natur und die entspannte Atmosphäre ließ viele die teilweise anstrengenden Tage vergessen. „Kurz nach der Abreise konnten wir schon feststellen, dass die Studienfahrt unvergesslich bleibt und viele Eindrücke und Erlebnisse mit nach Hause genommen wurden“, zog Heiner Bahlmann ein abschließendes Fazit.


Der Bericht (eb) wurde aus der Nordwest-Zeitung vom 22.09.2017 übernommen.